Beschäftigte werden zu Energiefüchsen
Aktuelle Umfrage zeigt: Mitarbeiter*innen sehen Energiesparpotenziale bei ihrem Arbeitgeber und wollen helfen, diese zu erschließen.
In vielen deutschen Büros und Produktionshallen wollen Arbeitgeber und Beschäftigte zukünftig bewusster mit ihrem Energieverbrauch umgehen. Ihr Ziel ist es, so einen Beitrag zur Überwindung der Energiekrise im Herbst und Winter zu leisten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die die KÖNIGSTEINER Gruppe gemeinsam mit der Online-Jobbörse stellenanzeigen.de in Auftrag gegeben hat. Befragt wurden bundesweit 1.025 Beschäftigte. Demnach wurden bereits 40 % der Mitarbeitenden in Deutschland von ihren Arbeitgebern zu einem sparsamen Umgang mit Energie am Arbeitsplatz aufgefordert. Und das trifft auf offene Ohren bei vielen Arbeitnehmer*innen. Denn 53 % aller Beschäftigten sehen tatsächlich energetische Einsparpotenziale an ihrem Arbeitsplatz. Dieses Potenzial sind viele Menschen auch bereit zu erschließen. Fast zwei Drittel aller Beschäftigten (64 %) planen, ab sofort besonnener und bewusster mit Strom-, Wärme- oder Kälteverbrauch im Büro oder an der Produktionsstätte umzugehen. Im privaten Umfeld wollen dies 82 % aller Befragten tun.
„Auch wenn viele Menschen derzeit noch an ihren Arbeitsplätzen schwitzen, werfen Herbst und Winter ihre Schatten voraus. Auch die Arbeitgeber und ihre Belegschaften werden ihren Beitrag dazu leisten müssen, dass Energie eingespart wird. Die gute Nachricht ist: Viele Unternehmen haben das Thema offenbar auf dem Schirm und auch ihre Beschäftigten sind bereit, Energie zu sparen. Das ist ein starker Schulterschluss“, so Nils Wagener, Geschäftsführer der KÖNIGSTEINER Gruppe.
Angst vor direkten Konsequenzen für Job oder Unternehmenserfolg gering
Zwar zeigen viele Beschäftigte, dass sie das Problem der Energiekrise verinnerlicht haben und auch bereit sind, durch ein verändertes Verbraucherverhaltens zu dessen Überwindung beizutragen. Konsequenzen für sich selbst fürchten sie allerdings kaum. So sorgen sich derzeit gerade einmal 12 % der Befragten um ihren Job aufgrund der Probleme auf dem Energiemarkt. Nur junge Menschen zeigen sich etwas besorgter. Von den 18- bis 29-Jährigen fürchtet jede*r Vierte um die eigene Arbeitsstelle aufgrund der aktuellen Entwicklungen. Allerdings planen „nur“ 53 % von ihnen, deshalb zukünftig bewusster Energie zu verbrauchen – 11 % weniger als im Durchschnitt aller Teilnehmenden. Über alle Altersklassen hinweg sorgen sich 29 % zudem darum, dass die Energiekrise den Unternehmenserfolg ihres Arbeitgebers gefährden könnte. „Es fällt auf, dass die Sorge um den Erfolg des Unternehmens bei den Menschen etwas größer ist als die um den eigenen Job. Viele Beschäftigte wissen, dass es sich derzeit kein Unternehmen leisten kann, Mitarbeitende zu verlieren – egal in welcher Krise“, so Peter Langbauer, Geschäftsführer von stellenanzeigen.de.
Über die Befragung
Für die hier beschriebene Umfrage befragte das Marktforschungsinstitut bilendi im Auftrag der KÖNIGSTEINER Gruppe sowie stellenanzeigen.de 1.025 Beschäftigte zu den Auswirkungen der aktuellen Energiekrise auf ihre Arbeitswelt. Der aktuelle Befragungszeitraum lag für die vorliegende Ausgabe im August 2022. Alle Teilnehmer waren zum Zeitpunkt der Befragung erwerbstätig.
Über KÖNIGSTEINER
Bereits seit 1967 steht die KÖNIGSTEINER Gruppe für ganzheitliche HR-Beratung und ist einer der Pioniere für Personalmarketing. Mit seinen Kreativ- und Digital-Sparten hat das Unternehmen längst den Schritt zu einer digitalen HR-Beratung für erfolgreiche Personalsuche vollzogen. Ausgehend von sechs Unternehmensstandorten deckt die KÖNIGSTEINER Gruppe die gesamte Palette des Personalmarketings ab, von der klassischen Annonce bis hin zu nachhaltigen Employer-Branding-Konzepten und Programmatic-Marketing-Kampagnen. Als eine der wenigen großen Personalmarketing-Agenturen verfolgt die KÖNIGSTEINER Gruppe den digitalen Erfolgsweg und erreicht mit "Data Driven Recruiting" und modernen Performance-Onlinemarketing-Methoden nahezu alle potenziellen Kandidaten, die sie im Anschluss mit suchenden Arbeitgebern zusammenbringt.
Über stellenanzeigen.de
Mit mehr als 3,5 Mio. Visits pro Monat und über 150.000 "Fans" in den sozialen Netzwerken gehört stellenanzeigen.de zu den führenden Online-Stellenbörsen in Deutschland. Die hohe Reichweite und Auffindbarkeit der Online-Stellenanzeigen auf stellenanzeigen.de wird unterstützt durch aktives Reichweitenmanagement mit SmartReach 2.0. Es beinhaltet unter anderem die intelligente Ausspielung der Anzeigen im Mediennetzwerk mit mehr als 300 Partner-Webseiten sowie bei wirkungsvollen Reichweitenpartnern.
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Trotz Corona-Pandemie und Inflation steht der deutsche Arbeitsmarkt insgesamt erstaunlich stabil da. Zahlreiche Unternehmen suchen händeringend nach neuen Mitarbeitern. Fast könnte man annehmen, das Problem der Arbeitslosigkeit schon bald komplett überwunden zu haben. Es gibt allerdings ein paar Knackpunkte. Denn die offenen Stellen sind leider nicht gleichmäßig über das ganze Land und quer durch alle Branchen verteilt. Wie ist es trotzdem möglich, die eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen?
1. Wie steht es um die eigenen Stärken und Schwächen?Der erste Aspekt ist bereits einer der schwierigsten. Denn die Realität zeigt, dass nicht alle Menschen zu einer wirklich realistischen Selbsteinschätzung bereit und in der Lage sind. Während sich also ein hoher Prozentsatz selbst deutlich besser bewertet, als es objektiv der Fall ist, stapelt ein mindestens ebenso hoher Anteil der Menschen eher tief. Für potenzielle Arbeitgeber ist es aber wichtig, ein objektives Bild der Bewerber zu bekommen. Wer seine Stärken realistisch beurteilt und auch zu seinen Schwächen steht, hat erfahrungsgemäß schon im frühen Stadium des Bewerbungsverfahrens gute Chancen. Auch bei einem Vorstellungsgespräch gilt: Natürlich sollte man erkennbar in der Lage sein, den angestrebten Job auszuüben. Vermeintliche Alleskönner wirken aber schnell unglaubwürdig.
2. Wie ist die eigene Präsentation zu bewerten?Die eigene Präsentation betrifft die schriftliche Bewerbung, aber natürlich auch das Auftreten bei einem Vorstellungsgespräch.
Mit möglichst vollständigen Bewerbungsunterlagen, die sich inhaltlich an keiner Stelle widersprechen, bekommt man den Fuß vergleichsweise schnell in die Tür. In der Regel wird Ehrlichkeit übrigens eher belohnt als übergroße Fantasie. Wer die Lücke in seinem Lebenslauf mit „Abhängen und Selbstfindung“ erklärt, muss im persönlichen Gespräch vielleicht mit einer hochgezogenen Augenbraue rechnen. Auch Personalchef*innen sind aber Menschen und verfügen nicht immer über eine faltenfreie Biografie. Umgekehrt besitzen sie einen siebten Sinn für kreative Ausschmückungen. Das Jahrespraktikum im Kiosk des Onkels erscheint nicht besonders glaubwürdig, sofern es sich nicht mit Fakten unterfüttern lässt.
Bei einem persönlichen Gespräch ist ein seriöses, selbstbewusstes Auftreten gefragt. Kandidaten mit einer „Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen als Chef“-Attitüde haben es allerdings ebenso schwer wie jene, die sich am liebsten vor sich selber verstecken würden. Dies gilt gleichermaßen für ein Gespräch im direkten Aufeinandertreffen als für eine Unterredung über Skype oder eine andere Software. Auch die gewählte Kleidung spielt in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle.
Sowohl für das Verfassen des Bewerbungsschreibens als auch für das Auftreten bei einem Vorstellungsgespräch lohnt sich eventuell ein professionelles Training. Dabei kommen alle Aspekte, bei denen noch Verbesserungsbedarf erkennbar ist, schonungslos auf den Tisch. Das ist nicht immer angenehm, ist für die eigenen Chancen allerdings Gold wert.
3. Ist mehr Flexibilität möglich?Flexibilität gehört zu jenen Eigenschaften, die sich nahezu alle Arbeitgeber von ihren derzeitigen oder künftigen Mitarbeitern wünschen. Die Interpretation dieses Schlagwortes fällt allerdings ganz unterschiedlich als. Meistens bezieht sie sich auf die Arbeitszeiten, andere wollen ihr Personal sowohl im Homeoffice als auch in den Betriebsräumen einsetzen können. Arbeitnehmer beziehungsweise Bewerber, die auch zu einem Umzug in eine ganz andere Region bereit wären, haben in diesem Punkt natürlich besonders gute Karten. Flexibilität muss aber auch immer einhergehen mit Qualifikation und beruflichem Ehrgeiz. Eine Flexibilität bis zur Selbstaufgabe des Bewerbers kann und wird übrigens kein seriöser Arbeitgeber erwarten. Die meisten erspüren sehr genau, ob die Flexibilität eines Bewerbers aus einer Form der Abenteuerlust heraus erwächst oder eher als notwendiges Übel mit eingepreist ist.
4. Gibt es Möglichkeiten für eine Weiterbildung?„Lernen ist wie rudern gegen den Strom: Sobald man aufhört, treibt man zurück.“ Der Ursprung dieser Weisheit liegt im Unklaren, was die Aussage allerdings nicht schmälert. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen eine Lehre das komplette, für das Berufsleben notwendige Wissen vermitteln konnte. Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind längst betrieblicher Alltag. Gleichzeitig erwarten Arbeitgeber aber auch von Bewerbern eine entsprechende Qualifikation. Um es deutlich zu sagen: Wer nach seiner Ausbildung 20 Jahre in anderen Jobs arbeitet, dann aber wieder in den Lehrberuf zurückwechseln möchte, wird ohne die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen kaum eine Chance auf einen Job haben.
Ein staatlich anerkanntes Fernstudium ist eine der besten Optionen, die eigene Qualifikation zu verbessern und sich neue Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Da man bei einem Fernstudium die Studierzeiten und das Lerntempo zu weiten Teilen selbst in der Hand hat, lässt es sich auch gut in den eigenen Tagesplan integrieren. Lediglich die Prüfungen müssen in der Regel in Studienzentren der Fernschulen abgelegt werden.
Je nach Wohnort und persönlicher Situation können weiterbildende Maßnahmen übrigens auch bezuschusst werden.
5. Ist die angestrebte Tätigkeit nach wie vor passend?Eigentlich ist diese Frage naheliegend. Doch nur wenige Menschen stellen sie sich ganz offen und ehrlich. Dabei ist es kein Drama, sondern nur menschlich, wenn sich die Situation oder die persönliche Sichtweise ändert.
Der ursprüngliche Traumjob hat seinen Reiz verloren? Dann warten zahlreiche andere Tätigkeiten auf motivierte Spätberufene. Ein anderer Wohnort, ein anderes Umfeld und eine ganz andere Art, den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, erscheinen plötzlich als erstrebenswerte Ziele?
Manchmal erscheint der eigene Schatten viel zu groß, um ihn überspringen zu können. Ein großer Teil jener Menschen, die es dennoch wagen, zeigt sich im Nachhinein aber mehr als glücklich mit dieser Entscheidung.
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Das Vorstellungsgespräch ist in den meisten Fällen die letzte Hürde auf dem Weg zum Traumjob. Aufgrund der hohen Wichtigkeit sind Bewerber vor dem Vorstellungsgespräch oftmals nervös. Damit im direkten Gespräch alles nach Plan verläuft, ist eine entsprechende Vorbereitung sprichwörtlich Gold wert. Doch wie bereitet man ein Vorstellungsgespräch am besten vor und was gibt es im Detail dabei zu beachten?Warum ist es wichtig, Vorstellungsgespräche akribisch vorzubereiten?Wer es bis zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch geschafft hat, steht in der Regel kurz vor dem Ende des Bewerbungsprozesses. Ob man den Traumjob bekommt oder nicht, wird in den meisten Fällen im persönlichen Gespräch entschieden. Während Bewerber ihre schriftlichen Unterlagen in Ruhe mehrfach überarbeiten können, gibt es im Vorstellungsgespräch jedoch nur eine einzige Chance. Mit einer optimalen Vorbereitung lässt sich die Wahrscheinlichkeit auf eine Einstellung allerdings deutlich erhöhen. Wir zeigen, worauf es ankommt!10 Tipps für ein gut vorbereitetes Vorstellungsgespräch:Tipp 1: Die eigene Bewerbung kennenBei jedem Vorstellungsgespräch kann davon ausgegangen werden, dass die eigenen Bewerbungsunterlagen die Basis für das Gespräch bilden. Aus diesem Grund sollten Bewerber genau wissen, was in ihrem persönlichen Anschreiben bzw. Lebenslauf steht. Wer über dieses Wissen verfügt, kann einige Fragen bereits vorausahnen und sich passende Antworten bereitlegen.Tipp 2: Potenzielle Fragen vorbereitenDieser Tipp schließt direkt an Tipp 1 an. Weist zum Beispiel der eigene Lebenslauf Auffälligkeiten auf wie etwa eine Studienzeit, die über die Regelstudienzeit hinaus geht oder eine längere Arbeitslosenzeit, führt das häufig zu Fragen im Gespräch. Um sich hier nicht auf dem kalten Fuß erwischen zu lassen, sollten sich Bewerber für Szenarien dieser Art passende Antworten überlegen.Tipp 3: Informationen über das Unternehmen sammelnWenn sich Bewerber im Vorfeld genauestens über das entsprechende Unternehmen und dessen Tätigkeitsfeld informieren, kann das deutliche Vorteile im Hinblick auf den Bewerbungsprozess mit sich bringen. Wer viele Informationen über einen potenziellen Arbeitgeber hat, kann seine Bewerbung deutlich einfacher auf das Anforderungsprofil zuschneiden und auch gezielt Fragen im Vorstellungsgespräch stellen.Tipp 4: Den Gesprächspartner kennen
Analog zu Tipp 3 sind auch Informationen über den Gesprächspartner äußerst wertvoll. Besonders gemeinsame Interessen und Hobbys lassen sich im Gespräch optimal zum Brechen des Eises verwenden. Um etwas über den Gesprächspartner zu erfahren, sind vor allem Internetquellen wie Suchmaschinen oder soziale Business-Netzwerke wichtige Quellen.Tipp 5: Kleider machen LeuteGetreu dem Motto „Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck“ sollten Bewerber sich im Vorfeld genau überlegen, welche Kleidung sie anziehen. So kann unpassende Bekleidung schnell negative Auswirkungen auf den Erfolg eines Gespräches haben. Bewerber sollten sich deshalb im Vorfeld darüber informieren, welche Bekleidung innerhalb einer bestimmten Branche angemessen ist. So sind z.B. Hemd und Krawatte in jungen IT-Startups in der Regel ebenso unpassend wie Turnschuhe in traditionellen Finanzinstituten.Tipp 6: Übung macht den MeisterDa bei einem Vorstellungsgespräch nicht selten ein großer Druck auf den Schultern der Bewerber lastet, ist es sinnvoll, vorab die Situation in einem Probelauf zu trainieren. Besonders die Vorstellung der eigenen Person lässt sich auf diese Weise sehr gut üben. So kann die im Training gewonnene Routine den gesamten Prozess des Vorstellungsgesprächs deutlich vereinfachen.Tipp 7: Das eigene Auftreten kontrollierenWird ein Training durchgeführt, so ist es sinnvoll, das Übungsgespräch in einem Video festzuhalten. Besonders Defizite bei der Körpersprache fallen betroffenen Personen häufig nicht von selbst auf. Beim Betrachten eines Videos wird das Verbesserungspotenzial hingegen sehr klar offengelegt.Tipp 8: Etiketten kennenInsbesondere bei Bewerbungsgesprächen mit festen Phasen ist es wichtig, die allgemeinen Gepflogenheiten zu kennen. Ein Beispiel ist hier unter anderem die Reihenfolge der Begrüßung bzw. Verabschiedung. So sollte zuerst immer der Führungskraft die Hand gereicht werden. Ansonsten gelten klassische Benimmregeln wie ältere vor jüngeren Personen und Damen vor Herren.Tipp 9: Organisatorische Faktoren beachtenDamit es nicht zu Verspätungen oder ähnlichem kommt, sollten Anreisezeiten genauestens eingeplant werden. Weiterhin muss im Vorfeld geklärt werden, welche Unterlagen mitgenommen werden und welche besser zuhause bleiben.Tipp 10: RekapitulationAuch wenn ein Bewerbungsgespräch einmal nicht mit einer Einstellung endet, sollte das gescheiterte Gespräch gewinnbringend genutzt werden. So sollten Bewerber das Gespräch im Kopf nochmals durchgehen und überlegen, ob von der Bewerberseite aus Fehler gemacht wurden. Auf diese Weise lassen sich Fehler in zukünftigen Vorstellungsgesprächen vermeiden.Unser FazitZusammengefasst zeigt sich, dass bereits einige einfache Tipps die Chancen bei einem Vorstellungsgespräch massiv erhöhen können. So zeigt sich auch bei Bewerbungen, dass eine gute Vorbereitung häufig über Erfolg und Misserfolg entscheidet.
Die Logistik ist eine der umsatzstärksten und krisensichersten Branchen in Deutschland. Nicht nur die Supermärkte müssen täglich mit Waren beliefert werden, auch die Verbraucher möchten die online bestellten Produkte zeitnah zuhause begrüßen dürfen. Gleichermaßen müssen auch Baustellen ihre Materialien schnellstmöglich erhalten, um Projekte abzuschließen. Wer demnach in der Logistik tätig ist, hat stets alle Hände voll zu tun. Tatsächlich gäbe es in der Wirtschaft ohne die Fachkräfte der Logistikbranche schnell ein immenses Problem.
Wie fasst man Fuß in diesem Bereich und vor allem, welche Karrieremöglichkeiten hat man?
Ausbildung oder Studium in der Logistik
Für den Einstieg in die Branche ist sowohl eine Ausbildung als auch ein Studium denkbar. Es gibt unter anderem folgende duale Ausbildungen:
· Fachkraft für Lagerlogistik
Mit einem guten Hauptschulabschluss oder der Mittleren Reife kann eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik begonnen werden. Hierfür werden meist gute Noten in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch erwartet.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet zum Teil in einer Berufsschule für das Theoriewissen und zum Teil in einem Betrieb für das Praxiswissen statt. Vermittelt wird dabei Wissen rund um die Themen Warenannahme und -lagerung, innerbetriebliche Transporte, Kommissionierung und Versand.
Die Azubis können im ersten Ausbildungsjahr ein monatliches Gehalt von 740 bis 1010 Euro brutto, im zweiten 800 bis 1080 Euro und im dritten 920 bis 1190 Euro erwarten. Abhängig ist dies von der Branche und dem Arbeitsort.
Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei durchschnittlich 2200 Euro brutto pro Monat.
· Fachlagerist
Auch für die inhaltlich ähnliche Ausbildung zum Fachlagerist wird mindestens ein Hauptschulabschluss mit guten Noten benötigt. Diese duale Ausbildung dauert lediglich zwei Jahre und organisatorische oder rechtliche Themen bleiben darin außen vor. Stattdessen erwirbt man Kenntnisse zur Warenannahme, zur Warenlagerung und zum Versand.
Das bedeutet, dass man in Lagerhallen eingesetzt wird, um Gabelstapler und Sortieranlagen zu bedienen.
Das monatliche Ausbildungsgehalt für Fachlageristen beträgt im ersten Jahr 740 bis 1000 Euro brutto und im zweiten Jahr 800 bis 1100 Euro. Anschließend verdient man durchschnittlich 1700 Euro brutto im Monat.
· Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung
Die dreijährige duale Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung erfordert mindestens Mittlere Reife oder sogar Abitur. Hier dreht sich alles um die Planung und Organisation von Versand, Verladung, Lagerung und Auslieferung.
Dabei verdienen die Azubis im ersten Ausbildungsjahr ungefähr 720 bis 860 Euro brutto pro Monat, dann 780 bis 930 Euro und im dritten Jahr schließlich 850 bis 1000 Euro. Das Einstiegsgehalt mit diesem Abschluss liegt dann monatlich bei 1900 bis 2200 Euro brutto, je nach Bundesland, Branche und Unternehmen.
Die Alternative zu den vorgestellten Ausbildung wäre ein Studium. Es gibt mehrere denkbare Studiengänge, um später in der Logistik Fuß zu fassen.
· Logistikstudium
Nach dem Abschluss des Logistikstudiums kann man wahrlich in allen Branchen und Positionen arbeiten, denn man erlernt sämtliche Inhalte, die in diesem Beruf nötig sind. So werden in einem Bachelor-Studiengang unter anderem Themen aus der Produktions- und Lagerlogistik sowie Mathematik, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre und dem Transport- und Speditionswesen gelehrt. Im Master sind Spezialisierungen möglich. Dabei besteht die Wahl zwischen Logistics and Supply Chain Management, E-Logistik oder Internationaler Transport und Transportrecht.
Wichtig ist, neben dem Studium möglichst praktisches Wissen durch Werkstudenten-Jobs oder Praktika zu erwerben.
Eine weitere Alternative wäre auch das Betriebswirtschaftslehre-Studium mit dem Schwerpunkt Logistik. Daraufhin kann beispielsweise ein Trainee-Programm absolviert werden, um den Einstieg in die Logistikbranche zu schaffen. Auch hier sind praktische Erfahrungen während des Studiums sehr wichtig.
Abhängig von der Position, dem Unternehmen, der Branche und dem Arbeitsort können Akademiker ein Einstiegsgehalt von 30000 bis 40000 Euro brutto pro Jahr erwarten.
In jedem Fall lohnen sich nach ein paar Jahren Berufserfahrungen Spezialisierungen und Weiterbildungen, um mehr Verantwortung zu übernehmen und besser zu verdienen.
Welche Karrieremöglichkeiten hat man in der Logistikbranche?
Wie startet man nach einer Ausbildung oder einem Studium in der Logistik so richtig durch? Wie erwähnt sind auch in dieser Branche Weiterbildungen unerlässlich. Grundsätzlich gibt es ganz verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten in der Lagerlogistik, unter anderem:
· Supply Chain Manager
Um sich im Supply Chain Management weiterzubilden, sollte man bestenfalls studieren und sich währenddessen im Master schon spezialisieren. Als Supply Chain Manager wird man zur Schnittstelle zwischen der IT und der Logistik und steuert und kontrolliert damit sämtliche Prozesse der Lieferkette. Dank dieser Weiterbildung ist man letztlich ein Allrounder in der Branche, der in sämtlichen Bereichen flexibel tätig werden kann.
· Contract Manager
Contract Manager mit umfangreichem rechtlichem Wissen werden in der Logistik für die Prüfung und den Abschluss von Verträgen sowie das Führen von Verhandlungen benötigt. Neben rechtlichem wird daher in der Weiterbildung auch technisches Wissen erworben.
· Geprüfter Fachwirt für Logistiksysteme
Den Abschluss als geprüfter Fachwirt für Logistiksysteme erhält man durch eine Aufstiegsfortbildung mit anschließender Prüfung bei der IHK. Sie bietet sich für all diejenigen an, die eine Ausbildung in der Logistik absolviert haben. Themen in der Weiterbildung sind beispielsweise die Wahl der Zulieferer, die Wareneingangskontrolle sowie die -lagerung und der -versand. Zudem erwirbt man umfangreiches Wissen zum Umgang mit Reklamationen.
Auf diese Weise ist man schließlich universell in der Branche einsetzbar.
· Logistiker 4.0
Die Logistik wird sich in den kommenden Jahren stetig verändern. Dies bedarf qualifiziertem Personal mit Berufserfahrung. Die Weiterbildung zum Logistiker 4.0 ist für Personen gedacht, die eine Ausbildung oder ein Studium im kaufmännisch-technischen oder betriebswirtschaftlichen Bereich abgeschlossen haben und mehrere Jahre in einem Beruf mit Logistikbezug tätig waren.
Sie lernen schließlich alles Nötige zur Logistik: Basics wie auch tiefergehende Inhalte. Der Fokus liegt zudem auf dem Umgang mit SAP, der künftig von allen Beschäftigen in der Logistik beherrscht werden muss.
Fazit
Mit einer der genannten Ausbildungen oder einem erfolgreich abgeschlossenen Studium und Praxiserfahrung kann jeder einen Weg in die Logistik finden. Selbst Quereinsteiger haben die Möglichkeit, mit Berufserfahrung und entsprechenden Weiterbildungen, Fuß in der Logistikbranche zu fassen. Insbesondere Spezialisierungen und natürlich Engagement ermöglichen dann eine schnelle Karriere und höhere Positionen. Gleichermaßen kann auch das Gehalt gesteigert werden.
Die Arbeit in der Logistikbranche ist letztlich recht krisensicher und der Bedarf an Fachkräften ist in vielen Bereichen üblicherweise hoch. Entsprechend kann man an dieser Stelle von einem zukunftssicheren Job sprechen.
Die Auswertung 2026 vom ICR und Jobboersencheck.de zeigt einen Jobportalmarkt in Bewegung. Teilweise verdoppelt oder verdreifacht sich die Online-Sichtbarkeit einzelner Anbieter. Für einen Spitzenplatz reicht Reichweite allein jedoch nicht aus: Veränderungen bei Zufriedenheit und Weiterempfehlung wirken sich wegen ihrer höheren Gewichtung vielfach stärker auf das Gesamtergebnis aus.
Generalisten: Stepstone bleibt vorn, Stellenanzeigen.de zieht mit LinkedIn gleich
Die Top-Platzierungen 2026:1. Stepstone – unverändert2. LinkedIn – unverändert2. Stellenanzeigen.de – 1 Platz gewonnen4. Jobware – 1 Platz verloren
Stepstone verteidigt den Gesamtsieg, obwohl die Sichtbarkeit von 91,69 auf 66,31 Punkte sinkt (-27,7 %). Ausschlaggebend sind die deutlich besseren Bewerberurteile: Die Zufriedenheit steigt von 5,40 auf 5,60, die Weiterempfehlung von 91,4 % auf 92,7 %.
Stellenanzeigen.de verbessert sich auf den geteilten zweiten Rang. Die Sichtbarkeit wächst von 4,07 auf 7,17 Punkte (+76,2 %) und gleicht damit leicht rückläufige Qualitätswerte aus. LinkedIn bleibt auf dem geteilten Rang 2. Die Sichtbarkeit steigt um 60,5 %, während Bewerberzufriedenheit und Weiterempfehlung etwas nachgeben.
Jobware gewinnt an Sichtbarkeit, verliert jedoch bei Bewerberzufriedenheit. Die Arbeitgeberwerte bleiben auf einem konstant hohen Zufriedenheitsniveau.
Einordnung: Bei den Generalisten gewinnt nicht automatisch das reichweitenstärkste Portal. Stepstone profitiert vor allem von einem ausgewogeneren Verhältnis aus Sichtbarkeit und Bewerbererlebnis.
Jobsuchmaschinen: Stellenonline mit Sichtbarkeitssprung, Kimeta mit Qualitätsschub
Die Top-Platzierungen 2026:1. Indeed – unverändert2. HeyJobs – 1 Platz verloren2. Stellenonline – 1 Platz gewonnen4. Kimeta - 1 Platz gewonnen
Indeed ist 2026 alleiniger Testsieger. Die Sichtbarkeit steigt von 55,92 auf 89,85 Punkte (+60,7 %). Bewerberzufriedenheit und Weiterempfehlung gehen zwar leicht zurück, die hohe Reichweite sichert jedoch weiterhin die Spitzenposition.
Die spektakulärste Veränderung liefert Stellenonline: Die Sichtbarkeit steigt von 0,10 auf 1,87 Punkte – ein Plus von rund 1.698 %. Das Portal verbessert sich von Rang 3 auf den geteilten Rang 2.
Kimeta steigt von Rang 5 auf Rang 4. Besonders auffällig sind die Bewerberurteile: Die Zufriedenheit wächst von 4,79 auf 5,49, die Weiterempfehlung von 81,3 % auf 90,2 %. HeyJobs verdoppelt zwar annähernd seine Sichtbarkeit, fällt aber wegen sinkender Bewerberwerte vom geteilten ersten auf den geteilten zweiten Platz.
Einordnung: Bei Jobsuchmaschinen zeigen Stellenonline und Kimeta zwei unterschiedliche Erfolgswege: Reichweitenwachstum auf der einen, ein deutlich verbessertes Bewerbererlebnis auf der anderen Seite. Spezialjobbörsen: PraktischArzt übernimmt die Spitze, Yourfirm macht vier Plätze gut
Die Top-Platzierungen 2026:1. praktischArzt – 1 Platz gewonnen2. Yourfirm – 4 Plätze gewonnen2. GoodJobs – 2 Plätze gewonnen4. Jobvector - 3 Plätze verloren4. Hogapage - 1 Platz gewonnen
PraktischArzt steigt vom geteilten zweiten Rang an die Spitze. Die Sichtbarkeit wächst um 106,3 %, die Arbeitgeberzufriedenheit steigt von 6,34 auf 6,47. Mit Weiterempfehlungswerten von 99,0 % bei Bewerbern und 99,4 % bei Arbeitgebern liegt das Portal weiterhin nahe am Maximalwert.
Yourfirm ist einer der größten Gewinner der gesamten Auswertung. Das Portal verbessert sich von Rang 6 auf Rang 2. Die Sichtbarkeit steigt von 0,31 auf 1,15 Punkte (+270,6 %), gleichzeitig verbessern sich Bewerberzufriedenheit und Weiterempfehlung.
GoodJobs erreicht ebenfalls Rang 2. Unterstützt wird der Aufstieg durch bessere Arbeitgeberurteile: Die Zufriedenheit steigt von 5,95 auf 6,05, die Weiterempfehlung von 92,7 % auf 94,1 %.
Der Vorjahressieger Jobvector fällt auf Rang 4. Zwar nimmt die Sichtbarkeit um 30,9 % zu, die Bewerberzufriedenheit sinkt jedoch von 6,36 auf 5,48 und die Weiterempfehlung um mehr als zehn Prozentpunkte.
Einordnung: In den Spezialsegmenten haben starke Vertrauens- und Empfehlungswerte besonders großen Einfluss. PraktischArzt kombiniert diese Qualität 2026 zusätzlich mit wachsender Sichtbarkeit. IT-Portale: Stepstone übernimmt Platz 1, Indeed kehrt aufs Podium zurück
Die Top-Platzierungen 2026:1. Stepstone – 2 Plätze gewonnen2. Jobvector – 1 Platz verloren3. Indeed – 3 Plätze gewonnen
Stepstone springt von Rang 3 auf Rang 1. Obwohl die Sichtbarkeit um 27,7 % sinkt, steigt die Bewerberzufriedenheit von 5,32 auf 5,63. Die Weiterempfehlung verbessert sich von 87,2 % auf 91,4 %.
Jobvector bleibt mit einer Zufriedenheit von 6,64 und einer Weiterempfehlung von 98 % der Qualitätsführer, wird im Gesamtranking aber von Stepstone überholt.
Indeed steigt von Rang 6 auf Rang 3. Die Sichtbarkeit wächst um 60,7 %, die Weiterempfehlung um 4,1 Prozentpunkte. LinkedIn entwickelt sich in die Gegenrichtung: Trotz eines Sichtbarkeitszuwachses von 60,5 % fällt das Portal von Rang 2 auf Rang 5, da die Empfehlungsrate sinkt.
Einordnung: Für das IT-Recruiting spricht die Auswertung für eine Kombination aus reichweitenstarken Generalisten und hoch bewerteten Fachportalen. Reichweite allein verhindert jedoch keinen Rangverlust.
Ingenieure und Technik: Stabile Spitze, große Bewegung im Mittelfeld
Die Top-Platzierungen 2026:1. Jobvector – unverändert2. Stepstone – unverändert3. e-fellows.net – 1 Platz gewonnen
Jobvector und Stepstone verteidigen ihre Spitzenplätze. Jobvector steigert seine Sichtbarkeit um 30,9 %, während Zufriedenheit und Weiterempfehlung nur leicht nachgeben. Stepstone verbessert die Zufriedenheit von 5,44 auf 5,63 und die Weiterempfehlung von 93,9 % auf 94,9 %.
E-fellows.net steigt dank eines Sichtbarkeitsplus von 50,9 % auf Rang 3. Der größte Aufsteiger ist jedoch Academics: Das Portal verbessert sich von Rang 17 auf Rang 9. Die Zufriedenheit steigt von 5,01 auf 5,21, die Weiterempfehlung von 79,0 % auf 86,1 %.
Yourfirm klettert von Rang 10 auf Rang 4. Getragen wird der Sprung von einem Sichtbarkeitswachstum von 270,6 %, höherer Zufriedenheit und einer besseren Weiterempfehlungsrate.
Einordnung: Im Engineering-Segment bleibt Jobvector die Qualitätskonstante. Gleichzeitig zeigen Academics und Yourfirm, dass starke Verbesserungen im Bewerbererlebnis etablierte Rangordnungen schnell verändern können.
Schüler und Azubis: Ausbildung.de überholt Aubi-plus
Die Top-Platzierungen 2026:1. Azubiyo – unverändert2. Ausbildung.de – 1 Platz gewonnen3. Aubi-plus – 1 Platz verloren3. Azubi.de – 1 Platz gewonnen
Azubiyo verteidigt den ersten Platz, obwohl die Sichtbarkeit um 16,6 % und die Bewerberzufriedenheit leicht zurückgehen. Die Arbeitgeberweiterempfehlung verbessert sich geringfügig auf 93,6 %.
Ausbildung.de steigt auf Rang 2. Die Sichtbarkeit wächst um 2,9 %, die Weiterempfehlung der Arbeitgeber von 91,4 % auf 92,2 %. Aubi-plus fällt dagegen auf Rang 3: Die Bewerberzufriedenheit sinkt von 5,81 auf 5,39 und die Weiterempfehlung von 92,3 % auf 86,8 %. Auch die Arbeitgeberwerte gehen zurück.
Azubi.de verbessert sich trotz schwächerer Arbeitgeberurteile auf den geteilten dritten Rang. Entscheidend ist vor allem der Sichtbarkeitsanstieg von 4,63 auf 6,41 Punkte (+38,5 %).
Die Datengrundlage wird breiter: Die Zahl der Bewerberbewertungen steigt um 10,6 %, die der Arbeitgeberbewertungen um 7,7 %.
Einordnung: Die Spitzenpositionen bleiben relativ stabil. Hinter Azubiyo verschiebt sich die Rangfolge jedoch zugunsten von Ausbildung.de und Azubi.de.
Studierende, Absolventen und Young Professionals (SAY): E-fellows.net bleibt vorn, Berufsstart holt auf
Die Top-Platzierungen 2026:1. E-fellows.net – unverändert2. Karriere-Unicum.de – unverändert3. Stellenwerk – 1 Platz verloren
E-fellows.net verteidigt Rang 1. Die Sichtbarkeit steigt um 50,9 %, außerdem verbessern sich Arbeitgeberzufriedenheit und -weiterempfehlung. Karriere-Unicum.de bleibt auf Rang 2 und steigert die Bewerberzufriedenheit von 5,73 auf 5,91.
Stellenwerk fällt auf Rang 3. Die Sichtbarkeit wächst zwar um 54,6 % und die Weiterempfehlung der Arbeitgeber steigt um 7,4 Prozentpunkte. Gleichzeitig bricht die Weiterempfehlung der Bewerber von 94,4 % auf 79,4 % ein.
Berufsstart macht zwei Plätze gut und erreicht gemeinsam mit Absolventa Rang 4. Unterstützt wird der Aufstieg durch ein Sichtbarkeitsplus von 61,7 %.
Einordnung: Gerade in dieser Zielgruppe lohnt der getrennte Blick auf Bewerber und Arbeitgeber. Stellenwerk und Absolventa zeigen, wie stark sich die Wahrnehmung beider Gruppen unterscheiden kann.
Blue Collar: Yourfirm zieht mit Meinestadt.de gleich
Die Zahl der berücksichtigten Bewerberbewertungen steigt von 1.639 im Jahr 2025 auf 1.917 im Jahr 2026 – ein Plus von rund 17 Prozent. An der Spitze bleibt Indeed, dahinter sorgen Yourfirm sowie zwei neu im Ranking vertretene Portale für Bewegung.
Die Top-Platzierungen 2026:1. Indeed – unverändert2. Yourfirm – 1 Platz gewonnen2. Meinestadt.de - unverändert4. Heyjobs
Indeed verteidigt den ersten Platz. Die Sichtbarkeit steigt deutlich von 55,92 auf 89,85 Punkte – ein Plus von 60,7 Prozent. Gleichzeitig gehen die Bewerberzufriedenheit von 5,80 auf 5,52 und die Weiterempfehlungsrate von 93,2 auf 92,6 Prozent leicht zurück.
Yourfirm verbessert sich vom dritten auf den geteilten zweiten Rang. Das Portal steigert seine Sichtbarkeit von 0,31 auf 1,15 Punkte und damit um rund 270 Prozent. Auch die Qualitätswerte entwickeln sich positiv: Die Zufriedenheit wächst von 5,67 auf 5,85, die Weiterempfehlungsrate von 95,6 auf 98,0 Prozent. Damit erzielt Yourfirm 2026 die höchste Weiterempfehlungsrate der Kategorie.
Meinestadt.de behauptet sich auf dem geteilten zweiten Platz. Trotz eines Sichtbarkeitsrückgangs von 21,4 Prozent bleiben Zufriedenheit und Weiterempfehlung nahezu stabil. Neu im ausgewiesenen Ranking sind HeyJobs auf Rang 4 und Dienstzeitende auf Rang 5.
Einordnung: Im Blue-Collar-Recruiting bleibt Reichweite wichtig, sie entscheidet aber nicht allein über den Erfolg. Yourfirm zeigt, wie sich steigende Sichtbarkeit in Verbindung mit sehr hoher Bewerberzufriedenheit und Weiterempfehlung unmittelbar in einer besseren Platzierung niederschlägt. Für Arbeitgeber empfiehlt sich daher eine Kombination aus reichweitenstarken Generalisten und Portalen mit einer klaren Ausrichtung auf mittelständische, regionale oder gewerblich-technische Zielgruppen.Pink Collar: Stepstone gelingt der größte Sprung
Die Top-Platzierungen 2026:1. Indeed – unverändert2. Stepstone – 4 Plätze gewonnen3. Meinestadt.de – 1 Platz verloren
Indeed verteidigt Rang 1. Die Sichtbarkeit steigt um 60,7 %, während Zufriedenheit und Weiterempfehlung leicht nachgeben.
Stepstone ist der klare Aufsteiger der Kategorie. Das Portal verbessert sich von Rang 6 auf Rang 2. Die Zufriedenheit steigt von 4,80 auf 5,25, die Weiterempfehlung sogar von 78,0 % auf 89,6 %. Diese Qualitätsgewinne kompensieren den Sichtbarkeitsrückgang von 27,7 % deutlich.
Meinestadt.de und Jobbörse.de verlieren durch den Aufstieg von Stepstone jeweils eine Position. Jobbörse.de verbessert seine Zufriedenheit und Weiterempfehlung zwar leicht, fällt aber von Rang 3 auf Rang 4.
Einordnung: In Pink Collar ist besonders deutlich zu erkennen, dass Verbesserungen bei Zufriedenheit und Weiterempfehlung stärker wirken können als reine Reichweitengewinne.
Die besten Jobbörsen im Mittelstand – die neue Kategorie im Jahr 2026
Kleine und mittlere Unternehmen stellen besondere Anforderungen an Jobportale: Neben ausreichender Reichweite zählen vor allem eine persönliche Betreuung, passende Bewerbungen und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Deshalb wird 2026 erstmals die Kategorie „Mittelstand“ bei „Deutschlands beste Jobportale“ ausgezeichnet.
In die Auswertung flossen 7.778 Bewertungen von Arbeitgebern mit 50 bis 500 Mitarbeitenden ein. Die Sichtbarkeit wurde wie bei den anderen Kategorien mit 25 Prozent, die Arbeitgeberzufriedenheit mit 45 Prozent und die Weiterempfehlungsrate mit 30 Prozent gewichtet.
Die Top-Jobbörsen für den Mittelstand 20261. Stellenanzeigen.de2. Yourfirm2. Jobware4. Heyjobs
Stellenanzeigen.de sichert sich den ersten Platz in der neuen Kategorie. Das Portal verbindet eine vergleichsweise hohe Sichtbarkeit mit einer Arbeitgeberzufriedenheit von 5,61 auf einer Skala von 1 bis 7 und einer Weiterempfehlungsrate von 92,0 Prozent.
Yourfirm erreicht den geteilten zweiten Rang und erzielt gleichzeitig die besten Qualitätswerte der Kategorie: Mit einer Zufriedenheit von 5,94 und einer Weiterempfehlungsrate von 96,8 Prozent liegt das auf den Mittelstand spezialisierte Portal bei beiden Arbeitgeberkennzahlen an der Spitze.
Ebenfalls auf Rang 2 landet Jobware. Das Portal erreicht die zweithöchste Arbeitgeberzufriedenheit mit 5,78 sowie eine Weiterempfehlungsrate von 93,0 Prozent.
Auf Rang 4 folgt HeyJobs, das eine hohe Sichtbarkeit mit einer Zufriedenheit von 5,58 und einer Weiterempfehlungsrate von 92,1 Prozent kombiniert. Stepstone erreicht Rang 5.
Auffällig ist, dass hohe Reichweite allein nicht für eine Spitzenplatzierung ausreicht. Indeed weist die höchste Sichtbarkeit der untersuchten Portale auf, landet aufgrund niedrigerer Werte bei Arbeitgeberzufriedenheit und Weiterempfehlung jedoch nur auf Rang 8.
Einordnung: Die neue Kategorie zeigt, dass mittelständische Arbeitgeber insbesondere Portale honorieren, die ihre Anforderungen verstehen und passende Leistungen bieten. Für die Personalsuche im Mittelstand empfiehlt sich daher eine Kombination aus ausreichender Reichweite und Portalen mit hoher Arbeitgeberzufriedenheit und Weiterempfehlung.
Fazit: Das Bewerbererlebnis entscheidet über den Nutzen der Reichweite
Die Ergebnisse 2026 zeigen drei wiederkehrende Muster:
Qualität kann Reichweitenverluste ausgleichen. Stepstone gewinnt die IT-Kategorie und steigt bei Pink Collar stark auf, obwohl seine Sichtbarkeit sinkt.
Mehr Sichtbarkeit garantiert keinen Ranggewinn. Xing und LinkedIn wachsen in mehreren Kategorien bei der Sichtbarkeit, können diese Entwicklung wegen schwächerer Qualitätswerte aber nicht durchgehend in bessere Platzierungen übersetzen.
Spezialisten können schnell aufsteigen. PraktischArzt, Yourfirm, GoodJobs und Academics profitieren von hohen oder deutlich verbesserten Zufriedenheits- und Empfehlungswerten.
Für Recruiting-Teams folgt daraus: Portale sollten nicht nur anhand ihrer Reichweite ausgewählt werden. Sichtbarkeit, Bewerberzufriedenheit und Weiterempfehlung müssen gemeinsam betrachtet werden – und bei Kategorien mit Arbeitgeberurteilen zusätzlich getrennt nach beiden Bewertungsgruppen.
DatenhinweisEs wurden insgesamt 118.267 Bewertungen zu Jobportalen mit mindestens 30 Feedbacks ausgewertet, davon 91.325 Bewerber- und 26.942 Arbeitgeberurteile.
In den kombinierten Kategorien werden Bewerber- und Arbeitgeberranking jeweils zu 50 % berücksichtigt. Innerhalb der Teilrankings entfallen 25 % auf Sichtbarkeit, 45 % auf Zufriedenheit und 30 % auf Weiterempfehlung.
Die Sichtbarkeitswerte sind portalbezogene Sistrix-Werte und werden deshalb bei demselben Jobportal in mehreren Kategorien identisch verwendet.





